Teppich

Mutterbegriff:

Häufig eigens für den Westexport geschaffene anatolische oder auch syrische Teppiche tauchen seit dem späten 15. Jh. in der europäischen Malerei auf. Lotto, aber etwa auch H. Holbein sind bekannt für die auffallend häufige Verwendung von beeindruckend präzise gemalten Teppichen. (vgl. Lotto, Sacra conversazione, Öl. a Lwd. 1521, Bergamo S. Spirito, ders. Mysthische Vermählung der Hl. Katharina, Öl. a. Lwd. 1523, Bergamo Accademia di Belle Arti)

Die Genauigkeit der Wiedergabe veranlasste die im 19. Jh. herausgebildete Tapisserieforschung sogar von Lotto – oder Holbeinteppichen zu sprechen. Ob den von Lotto verwendeten Teppichen eine ikonographische Bedeutung zukommt, ist offen. Vgl. dazu: Rosamund Mack: „Lotto un amateur de tapis.“ In: AKat: Lorenzo Lotto – 1480-1557. Galeries nationales du Grand Palais, Paris. 13.10.1998-11.1.1999. Paris, 1998, S. 59-68.