Sockel

Mutterbegriff:

Der Sockel (lat. socculus = leichte Sandale) ist a) der Unterbau eines Gebäudes, d. i. sein unterer Mauerteil, der oft durch ein Gesims abgesetzt ist und b) der Unterbau von Pfeiler, Säule oder Skulptur u. ä. (auch Postament oder Piedestal).

 

Osnabrück, Dom, Mittelschiff nach Westen (Foto: Kerstin Fischer [bearb.]) & Nordwestlicher Vierungspfeiler.

In seinen aus der griechischen und römischen Antike herrührenden traditionellen Formen steht der Sockel auf einer quadratischen Fußplatte (Plinthe), hat zumeist einen viereckigen Querschnitt und wird nach oben durch ein Gesims abgeschlossen.

Der Skulpturensockel entspricht der im jeweiligen Zeitstil üblichen Ausbildung, ist aber vielfach durch Inschriften oder Reliefs reicher gegliedert.

Postament einer Säule; Rom, Villa Farnesia, Sockel der Fassade, Schnitt.

Ästhetisch ist der Sockel Bindeglied zwischen Boden und Architektur und stellt mit der Wand und dem Hauptgesims bzw. dem Dach ein elementares Gliederungselement der Architektur dar.

Abbildungsnachweis
Universität Osnabrück, Kunstgeschichte, Kerstin Fischer (bearbeitet), a) Osnabrück, Dom, Mittelschiff nach Westen und b) Osnabrück, Dom, Mittelschiff, nordwestlicher Vierungspfeiler.
Hans Koepf / Günther Binding, Stuttgart 1999, S. 363, Postament einer Säule.
dtv-Atlas Baukunst, Band 2, Baugeschichte von der Romanik bis zur Gegenwart, München 1997, S. 424, mitte, Rom, Villa Farnesia, Fassade, Schnitt.


AS