Schaft

Mutterbegriff:

Als Schaft bezeichnet man den sich zwischen der Basis und dem Kapitell befindlichen, mittlere Teil einer Säule.

Dabei kann der Säulenschaft auf zweierlei Weise gefertigt werden:



1. Der Schaft besteht aus einem Stück, ist also ein sogenannter Monolith.

oder

2. Der Schaft ist aus zylindrischen Einzelstücken, den sogenannten Trommeln, zusammengesetzt.

Zumeist verjüngt sich der Schaft nach oben und kann in etwa einem Drittel der Höhe eine Schwellung, die sogenannte Entasis aufweisen.
In halber Höhe, seltener auch mehrfach, kann ein steinerner Ring, der Schaftring (Wirtel), als Zwischenglied eingefügt werden, der etwa bei Dreiviertel-, Halb- oder Viertelsäulen durch weiterführende Gesimse auch in das Mauerwerk eingebunden sein kann.
Obgleich der Schaft vorwiegend rund ist, kann er bisweilen auch eine oktogonale Form aufweisen, gedreht, verschlungen oder geknotet sein oder in Gruppen gekuppelt stehen.
Darüber hinaus kann er mit reliefierten oder aufgemalten Ornamenten verziert sein.

Königslutter, nördlicher Kreuzgangflügel, nach Westen und nach Osten.

Abbildungsnachweis:
Gosebruch, Martin: Königslutter: die Abtei Kaiser Lothars, Königsstein im Taunus 1985.

KS