Quadratischer Schematismus

Mutterbegriff:

Als Quadratischen Schematismus bezeichnet man die Bestimmung des Quadrates als konstante Maßeinheit innerhalb der systematischen Raumgliederung der romanischen Sakralarchitektur. Die für den Grundriss einer romanischen Basilika verbindliche Maßeinheit ist durch das Vierungsquadrat festgelegt, das durch das Chorquadrat im Osten sowie durch die Quadrate der Querhausarme im Norden und Süden wiederholt wird.

Diese Maßeinheit kann auch den Jochen des Mittelschiffes zugrunde liegen.

 

Kloster Knechtsteden, frühes 12. Jahrhundert. Grundriss.



Zunächst bildeten Kreuzgratgewölbe den oberen Abschluss eines quadratischen Joches, ehe es zur Einführung des Kreuzrippengewölbes kam.


Abbildungsnachweis
Winterfeld, Dethard von: Romanik am Rhein, Stuttgart 2001, S. 138 (bearbeitet).

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