Laufgang

Mutterbegriff:

Seit dem 11. Jahrhundert entsteht im Kirchenbau der Normandie vor dem Hintergrund der Tendenz zur Auflösung und Gliederung der Wand der Laufgang. Er ist ein Gang, der entweder durch Rücksprung der Mauer entsteht oder in diese verlegt sein kann. Die Dicke der Mauer wird dabei durch zweischalige Ausführung für den Laufgang genutzt. Im gotischen Kirchenbau durchbricht er zum Teil die Laibungen der Fenster. Der Laufgang ist in der Regel nach dem Mittelschiff geöffnet.


Laufgänge befinden sich als Biforium oder Triforium im Langhaus, in den Querarmen oder dem Chor der Kirche. Am Außenbau ist mit dem Laufgang zumeist eine Galerie ausgebildet, die in den oberen Teilen der Fassade und der Türme liegen kann.

Laufgang (Zwerggalerie). Mainz, Dom, Ansicht
von Südosten 1081-1137.
Laufgang. Pisa, Dom, Langhaus, Südseite 1063-1350.


Abbildugnsnachweis
Dethard von Winterfeld: Romanik am Rhein, Stuttgart 2001, S.81, Mainz, Dom, Ansicht von Südosten1081-1137.
Adriano Peroni (Hg.): Il Duomo di Pisa, Bd. 2, Modena, 1995, S. 523, Pisa, Dom, Inneres, Langhaus nach Osten, südliche Seite 1063-1350.

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