Kämpfer

Mutterbegriff:

Als Kämpfer bezeichnet man ein architektonisches Zwischenelement, an dem Arkaden ansetzen oder ein Gewölbe beginnt und an dem die Lasten derselben aufgenommen werden können.

Dieser meist in trapezoider oder würfelähnlicher Form angelegte Block markiert den Übergang aus der Senkrechten eines aufgehenden Mauerwerkes, einer Säule oder eines Pfeilers in eine Krümmung und wird, sofern vorhanden, nach einem Kapitell eingeschoben.

 

Königslutter, St. Peter und Paul, Pflanzenkapitell mit Kämpfer.

Hildesheim, St. Michael, Würfelkapitell mit Kämpfer.

 

Als konstruktiv bedeutende Stelle ist der Kämpfer oftmals zusätzlich durch eine vorspringende Platte verstärkt, die zugleich gestalterisch genutzt wird.

In der Ausführung häufig dem jeweiligen Kapitell angeglichen, kann der Kämpfer auf vielfältige Weise profiliert, ornamentiert oder reliefiert sein.


Abbildungsnachweis
Möbius, Friedrich und Möbius, Helga: Bauornament im Mittelalter, Symbol und Bedeutung, Berlin 1974, Abb. 31 (bearbeitet).
Prometheus Bildarchiv: St. Michael zu Hildesheim, Würfelkapitell, aus: DadaWeb, Universität zu Köln, Kunsthistorisches Institut, Messbildarchiv (I); 1907.

KS