Joch

Mutterbegriff:

Als Joch bezeichnet man eine durch vier Eckstützen bezeichneten, meist überwölbten Raumabschnitt mit rechteckigem oder quadratischem Grundriss in der romanischen oder gotischen Baukunst.

Ein Joch befindet sich als einzelnes Raumkompartiment zwischen vier Stützgliedern, d.h. Pfeiler oder Säulen, und ist häufig durch Gurtbögen von den anschließenden Jochen getrennt.

 

Köln, Dom, Grundriss und Blick in das Gewölbe.

 

Die im Einfachen oder Rheinischen Stützenwechsel gestaltete Jochfolge wird Rhythmische Travée genannt.


Abbildungsnachweis
Helten, Leonhard: Mittelalterliches Maßwerk, Entstehung - Syntax - Typologie, Berlin 2006, S. 182, Abb. 96 (bearbeitet).
Schock-Werner, Barbara: Kölner Dom, Köln 2005, S. 31 (bearbeitet).

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