Grundlasur


Mutterbegriff: Untermalung, Grundierung

Imprimitur, Grundlasur
 
[ital.: Imprimatura = Grund] Dünne, semitransparente Farblage, ganzflächig direkt über die Grundierung aufgetragen; soll einerseits die Saugfähigkeit des Grundes herabsetzen, indem er mehr oder weniger Bindemittel enthält, andererseits zusammen mit der Grundierungsfarbe einen geeigneten Farbton für den weiteren Aufbau der Malerei ergeben. Je nach Grundierungsart und Bindemittelsystem kommen unterschiedliche Materialien und Arten des Auftrags zum Einsatz.
Leimgrund, Kreidegrund,
 
Ausführliche Beschreibungen von Imprimituren finden sich u. a. bei Vasari (Kap. 21-71, S. 26 f.) und im Malerbuch vom Berge Athos, wo z. B. eine dunkelgrüne, als Isolierschicht wirkende Imprimitur hervorgehoben wird. Von El Greco ist bekannt, dass er braune Imprimitur verwendete, Botticelli dagegen begann bei seinem Bildaufbau mit einer schwarzen Schicht.
 
A. S. LUCAS, The Ground in Pictures, in: Museum 21, 2, 1968;
H. KÜHN, H. ROOSEN-RUNGE, R. E. STRAUB und M. KOLLER, Reclams Handb. der künstl. Techniken, Stuttgart 1988.