Gesims

Je nach Lage an oder in einem Bauwerk unterscheidet man Fuß- oder Sockelgesimse, Gurt- oder Geschossgesimse, Fenster- oder Brüstungsgesimse, Giebelgesimse und Dach-, Haupt- oder Kranzgesimse.

1. Das Fuß- oder Sockelgesims schließt die Sockelkante ab.

2. Das Gurt- oder Geschossgesims betont häufig die Geschossbildung und ist daher meist in Höhe der inneren Gliederung angebracht. Eine solche kann auch lediglich suggeriert werden.

3. Das Dach-, Haupt- oder Kranzgesims schließt optisch die Fassade eines Bauwerkes ab und leitet zum Dachansatz über, so dass es gestalterisch meist deutlich hervorgehoben wird.
Insbesondere diese Gesimsform kann weit aus der Flucht heraustreten und mit verzierenden Elementen versehen sein.


Gesimse können glatt oder profiliert, an ihrer Unterseite durch Konsolen unterstützt oder durch verschiedene Zierformen geschmückt sein, so etwa Friesen, einem Kyma oder auch einem Rund- oder Birnstab.

Ein Gesims, das winklig um senkrechte Mauervorsprünge herumgeführt wird, bezeichnet man als verkröpft. Die dabei entstehende vorspringende Kante, nennt man dementsprechend Kropfkante.

Obgleich Gesimse vorwiegend der ästhetischen Wandgliederung dienen, haben sie auch die Funktion vor Witterung zu schützen. Hierzu befindet sich auf der Unterseite eines Gesimses eine Leiste oder Rille, Tropfleiste oder Wasserschlag, die der Wasserableitung dient.


Abbildungsnachweis
Kier, Hiltrud: Kirchen in Köln, Köln 2000, S. 63.; Schütz, Bernhard: Klöster, Kulturerbe Europas, München 2004, S. 290.; Toman, Rolf: Die Kunst der Romanik. Architektur - Skulptur- Malerei, Köln 1996, S. 53.

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