Fries

Mutterbegriff:

Der Fries ist ein Architekturelement, das zumeist einen schmalen Streifen ausbildet, der zur Gliederung oder zum Abschluss einer Fläche verwendet wird.

Im antiken Tempel ist der Fries Bestandteil des Gebälks und verläuft zwischen dem Architrav und dem abschließenden Gesims. Im Tempel dorischer Ordnung ist der Fries aus Triglyphen und Metopen zusammengesetzt und im Tempel ionischer Ordnung sowie korinthischer Ordnung verläuft der Fries als durchgehendes Figurenreliefband.

   
 dorische Ordnung  korinthische Ordnung


Friese können an Stelle der Reliefs auch Bemalung aufweisen.

In der Romanik war mit Rundbogen-, Würfel-, Diamant-, Zahn-, Kegel-, Rollen-, Rauten-, Schuppen- und Zickzackfries ein Kanon vielfältiger geometrischer Formen entwickelt.

 

IDevice Icon
Rundbogenfries Bild anzeigen
Rundbogenfries
Würfelfries Bild anzeigen
Würfelfries
Diamantfries Bild anzeigen
Diamantfries
Zahnfries Bild anzeigen
Zahnfries
Rollenfries Bild anzeigen
Rollenfries
Rautenfries Bild anzeigen
Rautenfries
Schuppenfries Bild anzeigen
Schuppenfries
Zickzackfries Bild anzeigen
Zickzackfries

Insbesondere bei Hauptgesimsen wurden mehrere Friese zu breiten Ornamentbändern zusammengefasst. Dabei bildete ein Rundbogenfries oft die Basis für die weiteren Friese.


Abbildungsnachweis
Architekturmuseum, Technische Universität Berlin, Eugen Hellweg, Gebälk eines dorischen Tempels, um 1860, bearbeitet.
Staatliche Museen Kassel, Graphische Sammlung, Johann Heinrich Wolff, korinthische Säule mit Gebälk, um 1780.
Hans Koepf / Günther Binding, Bildwörterbuch der Architektur, S. 189, Friese.

AS