Farbauftrag

Mutterbegriff: Farbe

Die vorliegende Zusammenstellung zeigt eine Reihe typischer Malmaterialien, die einem Maler im 19. Jahrhundert zur Verfügung standen. Neben den verschiedenen Pinseln waren dies etwa die ovale Palette, Tubenfarben und eine metallene Malschachtel zum Anrühren von Wasserfarben. Das bekannteste Hilfsmittel zum Auftragen von Farben ist der Pinsel. Die Länge des Schaftes, die Beschaffenheit und Bindung der Haare und sein Gewicht sind einige wichtige Merkmale, die den Verwendungszweck bestimmen. Breite Pinsel werden beispielsweise zum Grundieren verwendet. Kurze, dünne Pinsel dienen zum Malen von Details. Im Laufe der Geschichte haben sich die Malmaterialien immer mehr verfeinert. Heute sind im Handel unzählige verschiedene Pinseltypen in allen Qualitäten erhältlich. Zum Aufbringen der Farben kann aber auch jeder beliebige andere Gegenstand verwendet werden. Häufig werden auch verschiedene Spraytechniken (airbrush) angewendet. Die Farbe wird mit Hilfe eines Druckgerätes und einer Spritzpistole auf die Bildoberfläche gespritzt. Ebenso haben Maler immer wieder Farben direkt mit ihren Fingern, Händen oder Füssen aufgetragen und dem Bild somit ihre unmittelbarere Präsenz verliehen.

Die Malmaterialien von James Abbott McNeil Whistler, Hunterian Art Gallery, Glasgow.

Literatur: Wehlte, Kurt: Werkstoffe und Techniken der Malerei. Überarbeitete Auflage mit Tafelteil. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag, 2000.