Attribut

Mutterbegriff:

 

von lat. : attribuo: zuerteilen, anweisen, beigeben, zugesellen, verleihen, übertragen, zuschreiben, zukommen. Attribute sind im Kontext Kunst Beigaben, die entweder zur Identifizierung einer Person beitragen oder - allgemeiner - auf eine allegorische Bedeutung verweisen. Grundsätzlich gilt, dass ein Attribut ganz unterschiedliche, d.h. auch widersprüchliche Bedeutungen haben kann und deshalb der spezifische Kontext, in dem es verwendet wird, für die je mögliche Bedeutung entscheidend ist.

 

Das Attribut (lat. attributum = das Zugeteilte) ist eine Bildbeigabe zur Kennzeichnung von historischen Personen, allegorischen Figuren und Personifikationen.

Durch das Attribut ist eine dargestellte Person auch ohne Namensangabe oder erklärende Inschrift zu identifizieren.

Attribute sind in der Regel Gegenstände, Tiere, Pflanzen sowie menschliche Figuren (im Bedeutungsmaßstab, d. h. verkleinert), die auf Eigenschaften und Tätigkeiten der Hauptfigur verweisen.

Zu unterscheiden sind:


a) Generelle Attribute wie Nimbus, Buch oder Palme, die die Zugehörigkeit zu einer Gruppe visualisieren (Heilige, Apostel, Märtyrer).

b) I ndividuelle Attribute wie der Mantel des Martin von Tours oder die Muschel Jakobus d. Ä..

 

Die christliche Kunst entwickelt bereits seit dem 3. Jahrhundert Attribute, die teilweise durch Rezeption und Umwandlung antiker Motive entstehen. Im 11. Jahrhundert dann wird die Verwendung von Attributen allgemein gebräuchlich und erreicht einen Höhepunkt im Spätmittelalter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hl. Elisabeth

 

Abbildungsnachweis:
Archiv Kunstgeschichte, Universität Osnabrück, Riemenschneider, Hl. Elisabeth von Thüringen, Münnerstadt, Pfarrkirche, 1492.

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