Architrav

Mutterbegriff:

Der Architrav (griech. archi-: Haupt- und lat. trabs: Balken) ist der zum Gebälk gehörende Horizontalbalken, der die Last der oberen Architekturglieder auf die unteren Stützglieder verteilt.

In der alternativen Bezeichnung Epitstyl (griech. auf den Säulen liegend) spiegelt sich die grundlegende Eigenschaft des auf Säulen lastenden Architekturelementes wieder.

Die Gliederungen des Architravs unterscheiden sich wie folgt:

• Dorische Ordnung:
Ein glatter und in Stein gestalteter Architrav mit einer nach oben abschließenden Bandleiste (taenia), an der in Abständen kleine Leisten (regulae) mit tropfenförmigen Enden (guttae) angebracht sind.

• Ionische und korinthische Ordnung:
Ein Architrav mit zwei oder drei horizontalen, leicht vorkragenden Bändern (Faszien) von gleicher oder verschiedener Breite. Diese sind mit einer mehrfach unterteilten Leistenbekrönung versehen.

Eugen Hellweg, Gebälk eines dorischen Tempels,
um 1860 [bearbeitet].
Johann Heinrich Wolff, korin. Säule mit Gebälk,
um 1780.


Abbildungsnachweis
Architekturmuseum, Technische Universität Berlin, Eugen Hellweg, Gebälk eines dorischen Tempels, um 1860.
Staatliche Museen Kassel, Graphische Sammlung, Johann Heinrich Wolff, korinthische Säule mit Gebälk, um 1780.

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