Albrecht Dürer

Mutterbegriff: Maler, Zeichner,

(sind dies nicht eher Kind-Begriffe? : Kupferstich, Holzschnitt?)

21.5.1471 (Nürnberg) - 26.4.1528 (Nürnberg)

1486–1490 Nach begonnener Goldschmiedelehre (um 1484) bei seinem Vater begab sich Albrecht Dürer in die Werkstatt Michael Wolgemuts, um sich als Maler ausbilden zu lassen.

1490–1494 Die Gesellenwanderschaft Dürers ist nur unzureichend dokumentiert. Sicher ist jedoch, dass er sich 1492 in Colmar und Basel aufhielt. Dort genoss er die Gastfreundschaft der Maler und Goldschmiede Casper, Paul und Georg Schongauer, Brüder des kurz zuvor verstorbenen Malers Martin Schongauer (1430–1491). Bevor er 1494 nach Nürnberg zurückkehrte, war Dürer vermutlich auch in Straßburg tätig.

1495 Dürer reiste erstmalig nach Oberitalien, vor allem um venezianische Gemälde zu studieren und Zeichnungen nach Originalen anzufertigen. Erhalten sind Studien nach Gentile Bellini, Antonio Pollaiuolo und Lorenzo di Credi. Insbesondere Werke des venezianischen Malers Andrea Mantegna (1431–1506) werden für den Stil Dürers prägend. Nach seiner Rückkehr war Dürer freischaffend in Nürnberg tätig und konzentrierte sich auf Kupfer- und Holzsticharbeiten.

1498 Dürers Holzschnittarbeiten zur Apokalypse erschienen mit lateinischem und deutschem Text und verschafften ihm den Durchbruch als Grafiker. Dürer erhielt jedoch auch Aufträge für Gemälde.

1505–1507 Der nun bereits als Künstler bekannte Dürer hielt sich wiederum in Venedig auf und reiste auch nach Padua, Bologna und Ferrara. Der Anlass ist unklar. Vermutlich suchte Dürer unter den reichen venezianischen Kaufleuten nach neuen Auftraggebern und Absatzmärkten seiner Grafiken. Während seiner Zeit in Venedig und auch nach seiner Rückkehr nach Nürnberg trieb er vor allem seine malerische Entwicklung voran.

1512–1519 Dürer arbeitete in erster Linie an einer Holzschnittpublikation für Kaiser Maximilian.

1520–1521 Dürer verbrachte ein Jahr in den Niederlanden. Abgesehen von Abstechern nach Mecheln, Brüssel, Aachen, Brügge und Gent hielt sich Dürer in Antwerpen auf, wo er einen regen Austausch mit Malern und Gelehrten wie Quentin Massys, Lucas van Leyen, Jan Provost und Erasmus von Rotterdam pflegte.

Nach seiner Rückkehr fertigte Dürer eine Reihe von Kupferstich-Portraits berühmter Personen an. Bis zu seinem Tod 1528 war Dürer mit der Redaktion und Drucklegung von Lehrschriften befasst [z.B. Proportionen des Menschen, Formschneider 1528].

Das bekannte Monogramm (Großes A mit kleinerem eingestelltem D) verwendete Dürer ab 1497 regelmäßig für die meisten seiner Drucke, Zeichnungen und Gemälde. Ein Fehlen der Signatur weist jedoch nicht zwingend auf eine andere Autorenschaft hin. Zahlreiche Drucke und Gemälde versah Dürer auch noch nachträglich mit seinem Monogramm.

[Detail: Albrecht Dürer. Selbstportrait 1498, 52 x 41cm, Madrid, Museo del Prado]

Literatur: K.G. Saur Verlag (Hrsg.). Allgemeines Künstler-Lexikon: Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, begründet und mitherausgegeben von Günter Meissner, Saur, München/Leipzig 1995–zuletzt Bd. 50, 2007; Thieme, Ulrich und Felix Becker (Hrsg.). Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, 37 Bde, Engelmann [Band 1–4] und Seemann, Leipzig 1907–1950.